Mit mehreren gut besuchten Vorstellungen des «Barbiers von Sevilla» ist die Kammeroper in Rheinsberg in die diesjährige Spielsaison gestartet. Vor vollem Haus boten die jungen Opernsänger und -sängerinnen im Zusammenspiel mit der Kammerakademie Potsdam die Oper von Giovanni Paisiello an den Osterfeiertagen dar. «Wir sind mit dem Vorverkauf recht zufrieden», hatte ein Sprecher der Musikkultur Rheinsberg kurz vor den Vorstellungen gesagt.
Saison steht im Zeichen von Heinrichs 300. Geburtstag
In diesem Jahr entfielen die klassischen Osterfestspiele an der Kammeroper. Stattdessen soll es ein breiteres Frühlingsprogramm und das traditionelle Opernfestival mit jungen Sängern geben. Neben dem «Barbier von Sevilla» sind unter anderem Aufführungen der Oper «Blaubart» von André-Modeste Grétry geplant. Das Programm steht im Zeichen des 300. Geburtstages von Prinz Heinrich.
Zu den Stücken «Blaubart» und «Der Barbier von Sevilla» habe Heinrich eine besondere Beziehung gehabt, sagte Jelle Dierickx, Künstlerischer Leiter der Musikkultur Rheinsberg. Paisiello sei ein Freund Heinrichs gewesen und arbeitete später als Kapellmeister bei Katharina der Großen. Die Premiere von «Blaubart» besuchte Heinrich 1789 in Paris.
Das Schloss und der umliegende Park Rheinsberg waren von 1736 bis 1740 ein Zufluchtsort des Kronprinzen und späteren Königs Friedrich II. Vier Jahre nach seiner Thronbesteigung schenkte er die Residenz seinem Bruder, Prinz Heinrich. Unter Heinrich entwickelten sich das Schloss und der Lustgarten zu einem Zentrum der Theater- und Musikkultur. Noch heute zieht die Rheinsberger Kammeroper jährlich Tausende Besucher an.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten