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Anna-Seghers-Preis 2026 in Berlin an Daniela Catrileo und Sonja M. Schultz

Die feierliche Verleihung ist für den 6. Juni in der Akademie der Künste geplant. (Archivbild) / Foto: picture alliance / ZB
Die feierliche Verleihung ist für den 6. Juni in der Akademie der Künste geplant. (Archivbild) / Foto: picture alliance / ZB

Der Anna-Seghers-Preis 2026 geht an die Chilenin Daniela Catrileo und die Deutsche Sonja M. Schultz. Je 12.500 Euro, Verleihung am 6. Juni in Berlin.

Die chilenische Autorin Daniela Catrileo und die deutsche Autorin Sonja M. Schultz erhalten dieses Jahr den Anna-Seghers-Preis. Die mit jeweils 12.500 Euro dotierte Auszeichnung der Anna-Seghers-Stiftung soll am 6. Juni in der Akademie der Künste Berlin verliehen werden, teilte die Stiftung mit. Die Verleihung findet demnach im jährlichen Wechsel in Mainz und Berlin statt.

Der Anna Seghers-Preis wird nach Angaben der Stiftung an junge Autorinnen und Autoren aus dem deutschen Sprachraum und aus Lateinamerika verliehen, die im Sinne von Anna Seghers eine Brücke zwischen beiden literarischen Welten schlagen und mit ihren Werken für eine gerechtere Welt eintreten.

Das sind die Preisträger

Die 1987 in Chile geborene Autorin und Philosophie-Dozentin Daniela Catrileo ist zweisprachig aufgewachsen: Spanisch und Mapundungun, die Sprache des indigenen Volkes der Mapuche. Ihre Erzählungen, Romane und Essays fokussierten Formen von rassistisch und sexistisch motivierter Gewalt, hieß es. Eine Jurorin betonte, dass Catrileo sich aller Mittel und Gattungen der Literatur sowie der mündlichen Ausdrucksformen der Mapuche-Kultur bediene - und darüber hinaus auch der Musik, der bildenden Künste und der Performance.

Die im Jahr 1975 im Umland von Hamburg geborene und in Berlin lebende Preisträgerin Sonja M. Schultz veröffentlichte 2019 ihr viel beachtetes Romandebüt «Hundesohn». Ihr zweiter Roman «Mauerpogo» aus dem Jahr 2025 setzt junge rebellische Menschen ins erzählerische Zentrum, die in einem nicht mehr existierenden Land leben, der DDR. Es gehe um die Selbstbehauptung von Jugendlichen, «die in das normative Wertesystem einer Gesellschaft nicht passen wollen», wurde ein Juror zitiert.

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