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Mutter nach Tod von Siebenjährigem angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat eine Mutter angeklagt, deren Sohn an Insulinmangel gestorben sein soll. (Symbolbild) / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat eine Mutter angeklagt, deren Sohn an Insulinmangel gestorben sein soll. (Symbolbild) / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Rund ein Monat lang kämpfen Ärzte in Berlin um das Leben eines kleinen Jungen. Vergeblich. Für die Mutter hat das auch juristische Folgen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Versäumnisse vor.

Nach dem Tod ihres an Diabetes erkrankten Sohnes soll eine Frau wegen Körperverletzung mit Todesfolge in Berlin vor Gericht kommen. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die 38 Jahre alte Mutter erhoben, wie ein Behördensprecher mitteilte. Die Frau soll im Zeitraum vom 7. bis 11. Juli 2023 in Tempelhof Alarmmeldungen der Insulinpumpe ignoriert haben. 

Nach den Ermittlungen soll dies bei insgesamt fast der Hälfte von insgesamt 103 Alarmmeldungen der Fall gewesen sein. Solche Signale können zum Beispiel auf eine Verstopfung oder niedrige Batterieleistung hinweisen. Normalerweise liefert so eine Pumpe kontinuierlich kleine Mengen Insulin. Fällt sie aus, sinkt der Insulinspiegel, was lebensgefährlich werden kann. 

Im vorliegenden Fall soll die Mutter am frühen Morgen des 11. Juli versucht haben, ihren Sohn zu wecken. Als dies nicht gelang, rief sie laut Staatsanwaltschaft den Notarzt. Der Junge kam in ein Krankenhaus und wurde dort zunächst behandelt. Er starb jedoch knapp ein Monat später laut Staatsanwaltschaft. Die mangelnde Insulinversorgung habe zu einer Stoffwechselentgleisung mit Sauerstoffmangel im Gehirn geführt, hieß es.

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