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Mordprozess gegen Palliativarzt geht nach Geständnis weiter

Die Prozessbeteiligten stehen beim Mordprozess gegen einen Palliativarzt, der in Berlin 15 Menschen getötet haben soll, im Landgericht Berlin. (Archivbild) / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Die Prozessbeteiligten stehen beim Mordprozess gegen einen Palliativarzt, der in Berlin 15 Menschen getötet haben soll, im Landgericht Berlin. (Archivbild) / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Kurz vor dem Prozessende bricht der Angeklagte sein Schweigen und gesteht die Tötung von Patienten. Was für ein Mensch ist der Arzt? Ein Gutachten soll dies beleuchten.

Nach dem überraschenden Geständnis des angeklagten Palliativarztes wird heute (9.30 Uhr) der Mordprozess gegen den 41-Jährigen fortgesetzt. Dabei könnte es zunächst noch um Fragen des Gerichts zu der Erklärung des 41-Jährigen gehen. Der Deutsche hatte am Donnerstag die Tötung von zwölf Patientinnen und Patienten gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem promovierten Mediziner Mord aus Heimtücke und sonstigen niedrigen Beweggründen in 15 Fällen vor. 

Geplant hat das Landgericht Berlin für den 55. Prozesstag das Gutachten der psychiatrischen Sachverständigen. Dabei geht es um ihre Einschätzung zur Persönlichkeit und Schuldfähigkeit des 41 Jahre alten Angeklagten. Offen ist, ob im Anschluss noch die Plädoyers beginnen. 

Der Palliativarzt steht seit Juli 2025 vor dem Landgericht Berlin. Er wurde Anfang August 2024 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat zunächst 15 Fälle im Zeitraum von September 2021 bis Juli 2024 in Berlin angeklagt. In einigen Fällen soll der Arzt Brände gelegt haben, um die Taten zu vertuschen. Parallel zum Prozess laufen laut Behörde die Ermittlungen zu derzeit 76 Fällen weiter.

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