Die Berliner Polizei hat einen Autofahrer gestoppt, der mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch eine Tempo-30-Zone in Tempelhof gerast ist. Der Fahrer hatte keinen Führerschein, wie die Beamten mitteilten.
Der Wagen war den Polizisten am Morgen gegen 3 Uhr aufgefallen, als er mit aufheulendem Motor durch die Tempo-30-Zone fuhr, andere Fahrzeuge überholte und in Richtung Alt-Mariendorf davonraste. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und stoppten den Wagen. Der Fahrer gab an, keinen Führerschein zu besitzen.
Während der Kontrolle kam ein weiterer Polizist dazu, der das Auto seit der Zufahrt der Autobahn 100 im Blick hatte. Er hatte das Fahrverhalten über längere Strecken gefilmt. Der Halter des Wagens erschien ebenfalls vor Ort. Woher der Halter Kenntnis von der Polizeimaßnahme hatte, war nach Angaben der Beamten zunächst unklar.
Er brachte die Zulassungsbescheinigung mit und gab an, den Fahrer nicht zu kennen. Gegen ihn seien Ermittlungen eingeleitet worden, hieß es weiter. Zusätzlich werde wegen des Verdachts des unbefugten Gebrauchs ermittelt. Die Höhe der Geschwindigkeit werde noch ermittelt, sagte ein Polizeisprecher.
Ab Montag nimmt die Polizei in Berlin und Brandenburg verstärkt Raser und andere Verkehrssünder in den Blick. Der sogenannte Blitzermarathon dauert bis zum Sonntag. Anders als in den vergangenen Jahren beteiligt sich diesmal auch die Berliner Polizei an der internationalen «Speedweek» mehrerer Länder. Die Kontrollen werden vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpool koordiniert.
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