Das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) in Cottbus - nach eigenen Angaben Brandenburgs größtes Krankenhaus - hält eine Klinikreform für notwendig, dringt aber auf eine flächendeckende Versorgung für Brandenburg. «Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, des zunehmenden Fachkräftemangels, der zunehmenden Ambulantisierung und der zuletzt zurückgehenden stationären Fallzahlen ist es in Fachkreisen unumstritten, dass wir eine Krankenhausreform benötigen», teilte ein Sprecher am Montag mit. Die geplante Vergütung für das Vorhalten von Leistungen unabhängig von einer Behandlung sei wesentlich dafür, die Versorgung am Bedarf zu orientieren. «Gerade in einem Flächenland ist es dabei eine besondere Herausforderung, die Reformansätze so zu gestalten und später umzusetzen, dass keine Versorgungslücken entstehen.»
Das CTK sieht sich dabei in einer Sonderrolle im Land: Zum einen, weil es bereits die konzentrierten Leistungen als einer der wenigen Maximalversorger abbilde, sagte der Sprecher. Zum anderen, weil es sich als Universitätsmedizin Lausitz in Zukunft verstärkt mit den Fragen der Versorgungsforschung, gerade in ländlich geprägten Regionen auseinandersetzen werde.