Dinos, Tanzmariechen und wilde Tiere: Mit verrückten Kostümen haben am Sonntag wie jedes Jahr tausende Karnevalsbegeisterte und Kostümierte in der Cottbuser Innenstadt gefeiert. Bei trübem Wetter fuhren fast 100 geschmückte Karnevalswagen durch die Stadt. Kamellen wurden geworfen, es wurde getanzt und der Rbb übertrug live von der Strecke.
Der 33. Karnevalsumzug «der fröhlichen Leute» fand in diesem Jahr eine Woche eher als üblich statt. Traditionell startet dieser am Sonntag vor dem Rosenmontag, der in diesem Jahr auf den 16. Februar fällt. Allerdings findet am 15. Februar das Gedenken an die Bombardierung der Stadt statt. Deswegen entschied man sich für die Verlegung.
Einer der größten Umzüge in Ostdeutschland
Kurz nach 13.00 Uhr setzte sich der Umzug mit Tausenden Mitwirkenden in Bewegung. Monatelang bereiteten sich Karnevalsvereine aus Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern darauf vor. Der Umzug in Cottbus gilt als einer der größten Karnevalsumzüge in Ostdeutschland.
Im vergangenen Jahr hätten rund 100.000 Menschen die Bürgersteige beim Umzug in Cottbus gesäumt, schätzte der Präsident des Karnevalverbands Berlin-Brandenburg, Fred Witschel. «Ich freue mich immer dann, wenn Wagen besondere Motive haben, die etwa die gegenwärtige Politik aufgreifen.» Die ausgelassene Stimmung und die ausgelassenen Tänze seien schon etwas Besonders.
Cottbus sticht mit seinem großen Umzug im Osten schon hervor, aber im gesamten Land Brandenburg gebe es auch andere Umzüge. Am Tulpensonntag finde etwa ein Umzug in Neuruppin statt. Die klassischen Rosenmontagsumzüge gebe es in Drebkau (Landkreis Spree-Neiße), in Friesack (Landkreis Havelland) bis Gartz bei Schwedt (Landkreis Uckermark).
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