Wegen eines Warnstreiks bei einem regionalen Bahninfrastruktur-Unternehmen drohen am Donnerstagmorgen (15.12.) in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Beeinträchtigungen im Schienenverkehr. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ruft die Beschäftigten der Regio Infra Nord-Ost (RIN) von 7. 00 bis 9.30 Uhr zum Ausstand auf.
Durch den Warnstreik seien Auswirkungen auf den Regionalverkehr der Deutschen Bahn und der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft (ODEG) sowie für den Schüler- und Güterverkehr zu erwarten, teilte die EVG mit. Das Bahn-Unternehmen reagierte verständnislos auf den Aufruf zum Warnstreik in den Morgenstunden: «Nachdem sich die Verkehre nach dem Wintereinbruch des vergangenen Wochenendes gerade erst wieder stabilisieren, werden sie nun erneut ausgebremst.»
Die Regio Infra Nord-Ost mit Sitz in Putlitz in der Prignitz betreibt regionale Eisenbahn-Strecken und stellt Infrastruktur bereit. Es geht um Schienenwege etwa von Neustadt/Dosse, Pritzwalk und Meyenburg weiter nach Plau am See und Karow in Mecklenburg-Vorpommern.
Die EVG, die mit dem Warnstreik auf bislang ergebnislose Tarifverhandlungen reagiert, fordert eine Einkommenserhöhung um 5 Prozent und ein Plus bei der Ausbildungsvergütung um 150 Euro. Das Unternehmen Regio Infra Nord-Ost teilte am späten Nachmittag mit, der Arbeitskampf sei überzogen und nicht verhältnismäßig. Es seien der Gewerkschaft vier verbesserte Angebote vorgelegt worden, sie solle an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die EVG kritisierte dagegen, der Arbeitgeber lasse bisher keinen Willen zur Einigung erkennen.
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